AGB - Allgemeine Geschäftsbedingungen Physiosports Karlsfeld für Privat und Beihilfe  versicherte Patienten 

Bitte bringen Sie vor dem ersten Termin Ihre Arztberichte, Röntgen-, MRT-, CT-Bilder, OP- und  Arztberichte mit, diese helfen uns, Sie spezifisch und umfassend zu befunden und zu behandeln.

So sparen wir wertvolle Therapiezeit, denn der Therapeut erhält von Ihnen dadurch vorab schon die meisten Informationen, und kann sich beim ersten Behandlungstermin vorwiegend auf die „Patientenaufklärung“ und die Behandlung konzentrieren. 

 

Termine/Absagen

Bitte wählen Sie die Termine so, dass Sie die Zeiten auch wirklich einhalten können. Sollten Sie einmal absagen müssen, beachten Sie bitte folgendes:

- dass Sie unsere Planung vereinfachen, je früher Sie absagen.

- bis 24 Stunden an Werktagen vor Termin können Sie gebührenfrei absagen, Montagstermine müssen Freitag abgesagt werden.

- senden Sie uns kurzfristige Absagen (auch am Wochenende)  per Email www.physio-wellness-karlsfeld.de und sprechen uns in diesem Fall  zusätzlich bitte auf den Anrufbeantworter: 08131-92391, so besteht die Möglichkeit die Termine evtl. noch vergeben zu können.

- natürlich werden  wir Sie so früh wie möglich informieren, falls eine Behandlungsabsage durch uns erfolgen muss.

- für den Fall dass ein Termin ohne oder durch nicht rechtzeitige Absage entfällt, stellen wir Ihnen eine Ausfallgebühr  in Höhe des Krankenkassen-Betrages  der aktiven Behandlungskosten  in Rechnung. Der Krankenkasse nicht wahr genommene Termine in Rechnung zu stellen  ist Abrechnungsbetrug  und verstößt gegen die Rahmenverträge mit den Kassen.

-wir bemühen uns die Terminlücke wenn möglich zu schließen, damit der vorgenannte Betrag nicht fällig wird

 

 

! Denken Sie bitte daran, im Auto die  Parkuhr einzustellen! (kostenfreie Parkzeit: 4 Stunden)

Problematik Kostenübernahme

Privat Versicherte + Privat Zusatzversicherte

Immer häufiger berichten Patienten uns, und anderen Angehörigen der Heilberufe,  von Privaten Krankenversicherungen und Privaten Zusatzversicherungen, die eine volle Kostenerstattung für eingereichte Honorar-Rechnungen ärztlich verordneter Therapiemaßnahmen teilweise ablehnen. Die Krankenversicherungen berufen sich – unabhängig von der tatsächlichen Höhe der Honorarforderung – darauf, dass die berechneten Behandlungshonorare nicht „angemessen“ wären oder nicht dem ortsüblichen Satz entsprächen. Einzelne Krankenversicherungen akzeptieren sogar nur die Beihilfesätze für Versicherte des öffentlichen Dienstes, obgleich selbst das Bundesministerium des Inneren diese Sätze als nicht kostendeckend erachtet. Die Versicherer verkennen die Rechtslage.
Die MB/KK 1976 (Musterbedingungen Krankenkasse 1976) sehen in §§ 1 Absatz 2 Satz 1 und 5 Absatz 2 MB/KK 1976 sowie in den Tarif-Bedingungen und in späteren Allgemeinen Krankenversicherungsbedingungen (AVB) vor, dass alle „medizinisch notwendigen Leistungen“ nach Krankenversicherungs-Vertrag erstattet werden. Viele Versicherer wollen in diese Regelung auch Kostenaspekte einfließen lassen. Dem hat der Bundesgerichtshof in seiner Entscheidung vom 12.03.2003 – IV ZR 278/03 mit aller Deutlichkeit widersprochen. Der BGH führt in seiner Pressemitteilung 31/2003 zu der Entscheidung aus:
„Die Einbeziehung von Kostengesichtspunkten lässt sich aus § 1 Absatz 2 Satz 1 MB/KK im Wege der Auslegung nicht entnehmen. Aus der dafür maßgeblichen Sicht eines durchschnittlichen Versicherungsnehmers ist die Notwendigkeit der Heilbehandlung allein aus medizinischer Sicht zu beurteilen. Er versteht die Klausel so, dass ihm nicht die Kosten für jede beliebige Heilbehandlung erstattet werden, sondern nur für solche, die objektiv geeignet sind, sein Leiden zu heilen, zu bessern oder zu lindern. Ihm erschließt sich nicht, dass der Versicherer seine Leistungspflicht auf die billigste Behandlungsmethode beschränken will.“
Nach der mit unserer Praxis geschlossenen Honorarvereinbarung (Anmeldung und  Gebührenliste/Honorarvereinbarung) kann die Krankenversicherung nicht einwenden, die vereinbarten Honorare seien nicht „üblich“. Die Frage der Üblichkeit stellt sich in § 623 Absatz 2 BGB nur dann, wenn keine Honorarvereinbarung getroffen wurde. Ist eine Honorarvereinbarung – wie hier – geschlossen, so gilt diese vorrangig.
Reichen Sie daher Ihrem Erstattungsantrag an Ihre Krankenversicherung neben der ärztlichen Verordnung und unserer Rechnung diese Patienten-Information mit ein.

Wenn Sie sicher gehen möchten, senden Sie die „Gebührenliste Privat“  mit diesem Infoblatt vorab zu Ihrer Kasse um eine schriftliche Bestätigung der Zahlung einfordern.

Da unsere Honorare unterhalb des vom OLG Karlsruhe für angemessen befundenen 2,3-fachen VdAK-Satzes liegen, rechnen wir  nicht damit, dass Ihnen Erstattungsprobleme bei Ihrer Krankenkasse entstehen werden.

Sollten diese wider Erwarten dennoch eintreten, sprechen Sie uns bitte an.

(Quelle: Die Basis für diesen Informations-Text ist die ausführliche Version des Kollegen Michael Lierke. Sie finden den vollständigen Text auf seiner Website unter www.mtk-physio.de)